Wahlprüfsteine der Jazz-Szene Hamburg

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Wahlprüfsteine vertreten durch das Jazzbüro Hamburg e.V. gerichtet an für die Bürgerschaftswahl kandidierenden Parteien (SPD, Grüne, CDU, Linke, FDP)

Wir sind erfreut und stolz, dass der zeitgenössische Jazz im letzten Jahrzehnt in der Stadt einen großen Aufschwung erlebt. Jazz hat in Hamburg eine lange Tradition. Viele neue Spielorte, Reihen und Festivals sind durch die Szene selbst in den letzten Jahren entstanden. Jeden Monat finden über 100 Konzerte und Sessions an mehr als 25 unterschiedlichen Orten in Hamburg statt. In der Stadt leben hervorragende Musiker*innen aller Generationen. Die Zunahme an Spielstätten sowie der Ausbau des Studiengangs Jazz und das neu aufgestellte Landesjugendjazzorchester machen Hamburg gerade für die jüngeren Musiker*innen wieder attraktiv. Sie bereichern die Szene mit spürbarer nationaler und internationaler Resonanz.

Grundlage für diese Entwicklung ist das Prinzip der Selbstorganisation. Die Situation der Szene – also der Clubs, der Veranstalter*innen und der Musiker*innen ist wirtschaftliche prekär und geprägt von Selbstausbeutung. Dem entgegenzuwirken ist Gegenstand unserer Überlegungen und Arbeit als Dachverband der lokalen Jazz-Szene.

Die Förderung von Leuchtturmprojekten wie der Elbphilharmonie und dem ELBJAZZ Festival halten wir selbstverständlich für richtig. Hamburg qualifiziert sich als Musikstadt aber erst in Verbindung mit der ganzen Lebendigkeit, Vielfalt und Weiterentwicklung der freien Szene.

Die Einführung des Musikstadtfonds 2016, die eine jährliche Förderung in Höhe von insgesamt jährlich 600.000 Euro für alle Sparten der freien Musikszene Hamburgs vorsieht, hat durchaus zu einer gewissen Verbesserung der Situation einiger Akteure der freien Jazzszene beigetragen. Für eine nachhaltige Absicherung und Entwicklung der Szene sind aber aus unserer Sicht die folgenden Veränderungen und Aufstockungen der Förderung notwendig.

Daher fordern die Akteur*innen dieses für die Musikstadt Hamburg absolut prägenden Bereichs eine grundlegende Verbesserung der Förderkulisse vergleichbar mit anderen Sparten der freien Kulturszene. Wir bitten die für die Bürgerschaft kandidierenden Parteien daher, ihre Haltung zu folgenden Erwartungen und Forderungen zu erklären:

  • Sind Sie bereit, das Jazzbüro Hamburg e.V. als Dachverband der Hamburger mit den Aufgaben Vernetzung, übergeordnetes Marketing, Musiker-, Nachwuchs- und Veranstaltungsförderung, Jazz-Im- und Export mit entsprechenden hauptamtlichen Kräften mit entsprechenden Mitteln auszurüsten? Wir denken an die Erhöhung der seit 10 Jahren konstanten institutionellen Förderung von derzeit 77.000 € auf ca.300.000 € (ähnlich wie z.B. RockCity), von denen ca. zwei Drittel den Akteur*innen selbst zugutekommen sollen
  • Sind Sie bereit, die Hamburger Jazz-Veranstalter*innen durch Zuschüsse für Raum- und Technikkosten, für Gagen, für Eintrittspreisermäßigung für junge Besucher und für Marketing zu unterstützen? Wir denken an einen Beitrag von jährlich ca. 150.000 €.

  • Können Sie sich vorstellen, dass diese Mittel von einem Beirat des Jazzbüro (dem ggf. auch Vertreter*innen von Politik und Verwaltung angehören können) auf der Basis klarer mit der Verwaltung abgestimmter Kriterien unbürokratisch vergeben werden?

  • Sind Sie bereit, sich dafür einzusetzen, dass Ausschreibung und Vergabe der Mittel aus dem Musikstadtfonds so durchgeführt werden, dass die verbindlichen Förderzusagen mindestens ein halbes Jahr vor dem Startpunkt der Projekte erfolgen können, um mehr Planungssicherheit für die Geförderten zu gewährleisten?

  • Und dass feste Programme und Reihen über einen Antrag auch über mehrere Jahre gefördert werden können, um mehr Planungssicherheit zu erreichen, Kosten und Stress bei der Abwicklung über nur zwölf Monate zu reduzieren und die Nutzung der Fördermittel somit effektiver und nachhaltiger zu machen?

  • Sind Sie bereit, die Mittel für den Musikstadtfonds schrittweise von derzeit 600.000 € auf mind. 1 Mio. € in 2025 zu erhöhen?

  • Sind Sie bereit, sich dafür einzusetzen, dass die freie Musikszene der Stadt, die insbesondere auch über den Jazz vertreten wird, durch Hamburg Tourismus gezielt gefördert wird?

Hamburg , den 20. Januar 2020
Vorstand Jazzbüro Hamburg e.V.

Die Ergebnisse und Antworten werden in Kürze hier veröffentlicht

 

Jazzbüro Hamburg: mit frischem Wind ins neue Jahrzehnt!

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Der Verein Jazzbüro Hamburg beschließt eine Neuausrichtung der Arbeit und Strukturierung zum Dachverband der Hamburger Jazzszene.

Die Mitgliederversammlung des Vereins Jazzbüro hat im Dezember die Neufassung seiner Satzung beschlossen. Ziel ist es, sich zu einem effektiven Dachverband der Hamburger Jazz-Szene zu entwickeln. Dafür können in Zukunft auch Vereine und Personenvereinigungen Mitglied werden. In dieser Mitgliederversammlung wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Neben dem bisherigen ersten Vorsitzenden Prof. Lars Seniuk und dem Schatzmeister Mischa Schumann gehört nun Günter Muncke von der Jazz Federation als stellvertretender Vorsitzender dem Vorstand an. Mücke Quinckhardt wirkt weiter als Geschäftsführerin.

Damit setzt das Jazzbüro die Ergebnisse eines dreitägigen Strategieseminars um, an dem zwanzig Musiker*innen, Akteur*innen und Vertreter*innen von Institutionen der Hamburger Jazz-Szene teilgenommen haben. Anliegen des Seminars war es, Visionen für die Musikstadt Hamburg aus der Sicht des Jazz inhaltlich zu skizzieren, die Aufgabenbereiche und Aktionsfelder der einzelnen Beteiligten auszuleuchten sowie Synergien, gemeinsame Aktionsfelder und Strategien festzulegen.

Jazz hat in unserer Stadt eine lange Tradition und beheimatet eine quirlige Szene. In Hamburg leben, arbeiten und studieren hervorragende Musiker*innen. Und es werden erfreulicher Weise immer mehr. Viele neue Spielorte sind entstanden, die Festivals internationale Leuchttürme. Die Lebendigkeit der Szene zeigt sich in den über 100 Konzerten und Sessions, die jeden Monat in unserer Stadt stattfinden, und wo lokale Musiker*innen auf nationale und internationale Gäste treffen, sich die Genres mischen.

Das vom Jazzbüro seit Dezember 2018 betriebene Webportal www.JAZZ-MOVES.de, das neben einem Konzertkalender regelmäßig in Wort, Bild und Ton (Jazz-Moves TV, Podcasts, Artikel...) über die Szene berichtet, ist inzwischen schon ein unverzichtbares Tool geworden. Neben Köln ist Hamburg die zweite Stadt, die diesen Service anbietet.

Angemessene Arbeitsbedingungen für Musiker*innen, Komponist*innen zu schaffen, die Lebendigkeit der Szene zu beschützen und auszubauen, das öffentliche und politische Bewusstsein für kulturelle Arbeit ins angemessene Licht zu rücken und damit unseren Beitrag zu einer lebendigen Musikstadt zu leisten, sehen wir als wichtigste Aufgaben für das neue Jahrzehnt.

Jazz ist Begegnung, Improvisation, Miteinander – Jazz baut Brücken.
Das wollen wir mit unserer Arbeit unterstützen.

Jazzbüro Hamburg e.V.
Vorstand: Prof. Lars Seniuk, Günter Muncke, Mischa Schumann
Geschäftsführung: Mücke Quinckhardt

Pressenmitteilung vom 15. Januar 2020

DAS JAZZBÜRO HAMBURG BRAUCHT VERSTÄRKUNG!

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WIR SUCHEN KURZFRISTIG MITARBEITER*INNEN FÜR ZEITBEGRENZTE AUFGABEN

Das Jazzbüro versteht sich als Dachverband des Netzwerkes Jazz in Hamburg. Wir leisten Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Wir unterstützen und beraten Jazzmusiker*innen, Veranstalter*innen und Interessierte. Wir initiieren Projekte, nationalen & internationalen Austausch, sind Veranstalter des Festivals JAZZ OPEN und betreiben neben der eigenen Webseite den Veranstaltungskalender und Newsblogg JAZZ MOVES HAMBURG.

Neben dem Tagesgeschäft sind 2019 wichtige Aufgaben liegen geblieben, die wir gleich zu Beginn des Neuen Jahres angehen möchten. Dafür suchen wir für den Zeitraum Januar bis März Verstärkung für unser Team. Die Entlohnung erfolgt als Werkvertrag und richtet sich je nach Aufwand und Qualifikation. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ist möglich, kann derzeit aber nicht garantiert werden.

Folgende Aufgaben stehen dringend an:

  • Aufarbeitung / Aktualisierung der Verteilerlisten der Jazzaktivisten in Hamburg
  • Aufbau eines Newsletters für die Aktiven der Szene verbunden mit regelmäßigen Branchentreffs
  • redaktionelle Mitarbeit bei der Umgestaltung der Webseite JAZZBÜRO HAMBURG e.V. als Informationspool für die Szene und in Ergänzung zum Blog JAZZ MOVES, das sich an Interessierte und Besucher wendet. (neue Grafik und Programmierung sind kurz vor der Fertigstellung)
  • Recherche zu Fördermöglichkeiten für Musiker*innen und Veranstalter*innen
    in Hamburg, national & international
  • Drittmittelakquise für die Projekte des Jazzbüros 2020 in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und der Geschäftsführung  (Recherche und Antragstellung)

Bei Interesse und für mehr Information wendet Euch bitte an:
Mücke Quinckhardt (Geschäftsführung),
mq@jazzbuero-hamburg.de / Tel 0151 / 43 25 28 70